Feuerwehrtechnisches Zentrum

Beelitz-Heilstätten - 2002

Standort: Straße nach Fichtenwalde 10 · Beelitz-Heilstätten
Bauherr: Landkreis Potsdam-Mittelmark
Wettbewerb: 1. Preis
Leistungsphasen: 2-8
Fertigstellung: 2002
BGF: 2.600 qm

 

Der einfach, ruhige Baukörper fördert durch seine hohe Transparenz den Einblick und das Verständnis in die Tätigkeiten und Aufgaben des FTZ. Der Altbau wird in seinem Charakter durch die geometrische Klarheit und Offenheit des Neubaus gestärkt und beide zu einer räumlichen Einheit geführt.

Die historischen Gebäudeelemente in Beelitz-Heilstätten positionieren sich in einer parallelen Ordnung zueinander. Die strenge Anordnung der insularen Gebäudegruppen bildete so einen Gegensatz zu dem weich geführten Wegenetz und der dichten Bewaldung. Die räumliche Anordnung des neuen FTZ führt dieses System auf dem Wettbewerbsgrundstück weiter, indem dieses sich dem Altbau parallel vorlagert. So kann ein interessanter und räumlich gefasster Freiraum entwickelt werden.
Das neue FTZ kann aufgrund seiner hohen Transparenz und geometrischen Einfachheit sehr selbstverständlich mit dem kleineren Museumsbau korrespondieren, ohne diesen zu dominieren. Der Neubau wird durch horizontale Linien geprägt, während sich der höhere Altbau durch stehende Öffnungen gliedert. So formulieren die in ihrer Kubatur und Architektur sehr unterschiedlichen Gebäude ein neues Ensemble. Die technischen Abläufe im neuen FTZ werden sichtbar, so wie dies bereits der Tradition der Gebäude in Beelitz Heilstätten entspricht. Die Besucher des Museums können direkt vom Garten oder den Fenstern des Museums Einblick in die Aktivitäten des FTZ nehmen. Die Dachkante des Neubaus orientiert sich an der Traufkante des Museums. Der Charakter des Altbaus soll erhalten werden bzw. durch die Sanierung und den Baukörper des FTZ gestärkt werden. Im Bereich der Fassaden erfolgen kleine Korrekturen, die sich in der Verbesserung der Blickbeziehung in den Garten begründen. An der Stirnseite des Vorbaus wird eine Glasfassade mit vorgestellten verschiebbaren Holzelementen vorgeschlagen, die während der Öffnungszeiten und abends den straßenseitigen Einblick in das Museum ermöglicht. Der Trockenturm positioniert sich als kompositionelles Element zwischen Alt- und Neubau. Im Interesse der Öffentlichkeitsarbeit und Gesamtdidaktik werden Glasfassaden vorgeschlagen. Auch zwischen den Raumeinheiten und Fluren sind Glasfelder sowie im Bereich der Nasszellen entsprechend transluzente Flächen wünschenswert.