Bürogebäude Kontorhaus

Lindleystrasse 14 · Frankfurt a. M. - 2004

Bauherr: Hafenbetriebe der Stadt Frankfurt

Leistungsphasen: 2-9

Fläche BGF: 16.200 qm

 

Grundlage

Im Osthafen in Frankfurt am Main, einem traditionellen Ort von Warenumschlag und Logistik, entstehen neue und flexible Arbeitsbereiche. Hier finden Unternehmen, die von der vorhandenen Infrastruktur aus Schiene, Schiff und LKW sowie von der reizvollen Atmosphäre am Wasser direkt profitieren, einen identitätsprägenden Ort für vielfältige Dienstleistungen und Tätigkeiten. Für uns als Architekten stellte sich daher das primäre Planungsziel, eine nachhaltige, flexible und offene Struktur zu entwickeln, die heute wie morgen unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird und eine Wandlung der Arbeitsbereiche zulässt.

Architektur

Das konstruktive System des Kontorhauses bildet eine klare und prägnante Rohbaustruktur aus Sockel und Stützenmodulen und eine modular konfigurierte Außenfassade. In den Obergeschossen über der vornehmlich für Lagerzwecke genutzten Sockelzone entwickelt sich das Kontorhaus in zwei parallelen Gebäudeflügel, die sich für sehr vielfältige Nutzungen eignen. Die große Gebäudetiefe der einzelnen Flügel und die klare Grundstruktur folgt hierbei dem Konzept eines »Loft«. Lager-, Service-, Atelier- und Werkstattflächen können in diesem offenen Konzept realisiert werden.
Durch das Konzept der Rohbaustruktur sind verschiedene Büroformen umsetzbar. Jede Etage kann in bis zu acht Mieteinheiten unterteilt werden. Auch ganze Etagen lassen sich über interne Verbindungstreppen als vertikal geschaltete Etagen nutzen. Im Mittelbereich zwischen den beiden Gebäudeflügeln befindet sich klar ablesbar der Haupteingang, das zentrale Treppenhaus zur Straßenseite und der großzügige Erschließungshof des Kontorhauses. Die Eingänge zu den jeweiligen Mieteinheiten liegen beidseitig des offenen, zum Wasser orientierten Innenhofes und werden über Galerien erreicht. Diese inneren Erschließungsbalkone rahmen, auch von der Lindleystraße wahrnehmbar, ein zum Wasser offenes Atrium für Kommunikation, Selbstdarstellung und Adressbildung der einzelnen Unternehmen. Durch die Transparenz nach Innen und zur Straße werden Spielräume für eine interessante Nutzungsmischung geschaffen. Zugleich wird ein starkes Image des Hauses geprägt.