Städtebauliche Entwicklungsplanung Messe

Helsinki · Finnland - 2007

Bauherr: Messegesellschaft Helsinki

Wettbewerb: 1. Preis Gutachterverfahren

Kooperation: Arkkitehdit Davidsson Tarkela Oy

 

Für die Internationale Messe Helsinki wurden im Rahmen eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs die Entwicklungspotentiale für den Standort analysiert und in einer städtebaulichen Rahmenplanung dargestellt. Nach Abschluss des Verfahrens erfolgte der Hochbauauftrag für die neue Messehalle als Multifunktionshalle (Sport, Kultur, Messe) für 6.000 Zuschauer, die im Jahre 2011 fertig gestellt wurde. Nach intensiver Bewertung europäischer Messestandorte stellten wir u.a. fest, dass sich deren Qualität auf architektonisch markante Gebäude oder hochwertige Freiräume sowie der Kombination aus beidem gründet. Die „Diagnose“ des Bestandes offenbarte folgende Defizite:
· keine klare räumliche Definition zwischen Stadt, Freiraum und Messe
· keine klare interne Struktur der Messe
· keine markanten architektonischen Gebäude
Hieraus wurde folgender „Therapieansatz“ entwickelt:
FAIR – SCAPE, der einen neuen Raum zwischen landscape and townscape beschreibt und in drei räumlich konzeptionellen Interventionen dargestellt wurde.
1. Sharping – Schärfen der geometrischen Logik der externen und internen Funktionen und Verbindungen im Sinne eines räumlich wirksamen Organismus
2. Scaling – Anpassen an die räumlichen Gegebenheiten des Ortes (genius loci).
3. Shaping – Modellieren einer eigenständigen atmosphärischen und ästhetischen Gesamtfigur.
Das städtebaulich ausgearbeitete Konzept zielt somit auf die Setzung ablesbarer Strukturen und Elemente sowie einer Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes des Helsinki Fair Centers als Ganzes. Zwei neue Hochhäuser – ein Hotel am Südeingang und ein Ausstellungsgebäude am Nordeingang – bilden in den Stadtraum wirksame räumliche Zeichen. Die geforderte neue Messehalle entwickelt sich architektonisch aus einem künstlichen Hügel, der im Dialog mit der Topographie im Umfeld steht und 400 Parkplätze überspannt. Ein weiterer Fokus liegt auf der inneren Struktur, die als stabiles Netz in Form von Wegen und Promenaden mit interessanten Blickbeziehungen artikuliert werden. Das aufzustockende Parkhaus wird in seiner runden Form gestärkt und korrespondiert gestalterisch mit der gewölbten Nordfassade der Sporthalle.