Wohn- und Geschäftsshochhaus Stiftstraße

Frankfurt a.M. - 2013

Standort: Stiftstraße, Innenstadt · Frankfurt a.M.

Bauherr: Corpus Sireo

Wettbewerb: 3. Preis

BGF: 50.000 qm

 

Leitidee
In fließender Bewegung steigt das Appartementhaus als schlanke, 87 m hohe „Scheibe“, aus einer Sockelbebauung, die dem Verlauf eines aus der Stiftstrasse entwickelten Blockrandes folgt. Um eine deutliche stadträumliche Konturierung am Schnittpunkt zur historischen Kernstadt gegenüber der parkartigen Anlage an der Katzenpforte zu erreichen, wird die Stiftstraße über eine neue Sockelbebauung an die historische Straßenführung angenähert und deutlicher konturiert. Die Abfolge aus arrondierendem Sockel und dem daraus skulptural entwickelten Hochhaus bildet ein bildhaftes Element im Zusammenspiel mit dem durch kraftvolle Einzelelemente geprägten „Großblock“.

Städtebauliches Konzept
Das MySky Hochhaus mit seiner großzügigen Plaza bildet einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur kompakten Stadt.
Bei einer Beibehaltung der Traufhöhe im Sockelbau als tradierte Blockrandbebauung erfolgt der Hochpunkt an einer aufgeweiteten Stelle des Stadtraumes und berücksichtigt und bewahrt den Anspruch an einen menschlichen Maßstab. Über die schlanke Scheibe gelingt es das Ensemble aus Hochhäusern stadträumlich angemessen und behutsam zu ergänzen.
Die zur Zeit weiche Raumkante an der Einmündung der Stiftstraße wird im Zuge der Planung durch einen klaren städtischen Blockrand gestärkt, der bei vergleichbarer Höhe den Straßenraum neu konturiert. Vorbild war hierbei das historische Straßenprofil der Stiftstraße.

Architektonisches Konzept
In der Gestaltung spiegelt sich der Anspruch wider, das Wohnen im Hochhaus als zukunftsfähige und attraktive Wohnform zu präsentieren. Das modulare Gefüge der Fassadenstruktur erzeugt Stabilität und Kraft für den Baukörper im Zusammenspiel mit den Nachbarn. Innerhalb der Module wiederum kann das Bedürfnis nach Individualität und Erkennbarkeit der eigenen Einheit nach außen und innen von den Bewohnern selbst bestimmt werden.
Die Fassaden definieren sich daher als ein System aus gleichen Modulen mit darin integrierten geschlossenen Natursteinpaneelen, verglasten Flächen und Wintergärten.
Diese Module selbst erfahren eine leichte Bewegung über ein geometrisches Spiel, das die Eindeutigkeit des Baukörpers subtil variiert. Der Charakter des Wohnhochhauses wird auch durch die Wintergartenmodule, die „green eyes“, gestärkt.