Energetische Sanierung Konzernzentrale HUK-Coburg

Coburg - 2013

Standort: Willi-Hussong-Straße · Coburg

Bauherr: HUK-COBURG-Immobiliengesellschaft Bertelsdorfer Höhe GbR (HBH)

Gutachten

Fläche BGF: 125.000 qm

 

Die HUK-Energiewende

Präambel und Ziel
Die Aufgabenstellung beinhaltet zwei Kernziele. Das Bürogebäude der HUK, das 1993/94 geplant und 1998 bezogen wurde, soll einer energetischen Optimierung unterzogen werden mit dem Ziel einer bis zu 50%igen Primärenergieeinsparung. Zugleich wird eine maximale, jedoch verträgliche Nachverdichtung der Büroflächen angestrebt.
Nachhaltigkeit im Bereich Gebäude berührt in hohem Maße die Aspekte graue Energie, Lebenszyklus und Flächeneffizienz im Sinne von Ressourcenschonung. Diese Zielsetzungen der HUK Coburg stellen einen Aufbruch in die Zukunft dar und bieten die Chance zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur nach innen und außen. Alle vorgeschlagenen Maßnahmen beachten daher nicht nur den unmittelbaren Einfluss auf den Primärenergiebedarf, sondern beziehen in die Gesamtbetrachtung auch jene Energie ein, die zur Herstellung neuer Bauteile erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund wird folgende Strategie zur Energieeffizienz vorgeschlagen:

_ Erhalten bestehender valider Systeme (graue Energie)
_ “Umprogrammieren“ bestehender Systeme
_ Energetische Optimierung bestehender Systeme
_ Ergänzung bestehender Systeme
_ Einführung von Energiegewinnungssystemen
_ Einsatz von Speichertechnologien
_ Partizipation von MitarbeiterInnen durch Förderung von E-Mobilität
_ Verbesserung des Mikroklima durch Landschaftsgestaltung

Dies wird ergänzt durch die Strategie Nachverdichtung:

_ Nutzen der Raumressourcen
_ Steigerung der Flächeneffizienz
_ Integration neuer Büro-und Arbeitskonzepte
_ Verbesserung der Arbeitsbedingungen
_ Flexibilität für zukünftige Entwicklungen
_ Aktivierung der Ressource Freiraum

Die vorgeschlagenen Strategien stehen damit in hohem Maße unter dem Schwerpunkt des Erhalts, der Bewahrung all jener Bauteile, die in ihrem Lebenszyklus das gewählte energetische wie auch architektonische Konzept der Nachverdichtung weiterhin unterstützen können, ohne dass sie unter Einsatz wertvoller neuer Ressourcen ersetzt werden müssen. Dabei bildet die Einsparung von Energie die eine, das Gewinnen von Energie die andere Säule des Konzeptes.